Hannover ehrt Gottfried Wilhelm Leibniz anlässlich seines 370. Geburtstages und 300. Todestages mit einem großen wissenschaftlichen und kulturellen Programm. Viele engagierte Partner aus Stadt, Wissenschaft, Kultur und Kirche bieten mehr als 100 Veranstaltungen an, in deren Mittelpunkt das Leben und Wirken aber auch die Aktualität von Leibniz stehen.
Die Programmvielfalt zielt nicht allein auf Leibniz-ExpertInnen, sondern richtet sich auch gezielt an Menschen, die das Universalgenie erst kennenlernen wollen. Gerade auch jüngere Menschen sollen für Leibniz begeistert werden.
So wird es neben einer Vielzahl an Vorträgen auch populäre Formate, wie eine Geocaching-Tour zu Leibniz-Orten geben und spezielle Angebote für Familien, Kinder und Schulklassen. Für alle Leibniz-Einsteiger lohnt sich ein Besuch der Ausstellung „Leibniz in bester Gesellschaft“ im Neuen Rathaus. Bis zum 28. Februar werden im Bürgersaal wichtige Stationen von Leibniz anhand von Korrespondenzen mit acht interessanten Persönlichkeiten dargestellt. Dabei werden Leibniz´sche Briefe und das Rattern seiner Rechenmaschine akustisch lebendig.
„Heute wäre Leibniz sicher begeistert, zu sehen, wie sich sein Hannover zwischenzeitlich zu einem anerkannten Kultur-, Wissenschafts- und Hochschulstandort entwickelt hat. Diese Vielfalt spiegelt sich auch im Programm des Leibniz-Jahres wider“, ist Oberbürgermeister Stefan Schostok überzeugt.
Eröffnet wird das Themenjahr mit einem Festakt am 19. Januar auf Einladung der VolkswagenStiftung und in Kooperation mit der Landeshauptstadt Hannover und NDR Kultur im Schloss Herrenhausen in Hannover. Stephan Weil, Ministerpräsident des Landes Niedersachsen, Stefan Schostok, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover, sowie der Philosoph und Professor für Theoretische Philosophie, Dominik Perler, diskutieren Leben und Wirken von Leibniz und seine Bedeutung für die Gegenwart.
Viele WissenschaftlerInnen aus dem In- und Ausland kommen 2016 nach Hannover, um das Lebenswerk des Universalgenies weiter zu erforschen und sich – gerade auch in der Öffentlichkeit – dazu auszutauschen. Höhepunkt ist dabei sicherlich der X. Internationale Leibniz-Kongress der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesellschaft vom 18. bis 23. Juli 2016. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Vorträgen, wie beispielsweise eine mehrteilige Veranstaltungsreihe der VolkswagenStiftung sowie Leibniz-Vorlesungen „Wozu noch Leibniz“ des Instituts für Philosophie der Leibniz Universität Hannover und des Historischen Museums.
Mit Spannung wird die Eröffnung der Ausstellung der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek/Niedersächsische Landesbibliothek „1716 – Leibniz‘ letztes Lebensjahr – Unbekanntes zu einem bekannten Universalgenie“ am 21. Juni erwartet.
Am 1. Juli feiert die Leibniz Universität Hannover ihren zehnten Namenstag.
Ab 20. März geht es das ganze Jahr über auf moderne Schnitzeljagd zu 12 Leibniz-Orten in Hannover. Mit der neuen Geocaching-Tour „Leibniz´Ge(o)heimnisse – Auf den Spuren des Universalgelehrten“ lässt sich Spannendes und Wissenswertes zu seiner Person und seinen Entdeckungen erfahren.
250 SchülerInnen treffen am 14. Juni im Pavillon Hannover auf engagierte Philosophinnen und Philosophen. Eine kritische Bestandsaufnahme zur Leibniz´schen Idee „Vom Leben in der besten aller möglichen Welten“ wird organisiert von dem Forschungsinstitut für Philosophie, der Landeshauptstadt und dem Fachseminar für Philosophie.
Auch in Stadtteilen und in städtischen Kultureinrichtungen wird das Leibniz-Jahr lebendig. So gibt es im Historischen Museum, Kestner Museum und Museum Schloss Herrenhausen auf unterhaltsame Weise für Familien Geschichte zum Anfassen. In verschiedenen Stadtbibliotheken steht „Leibniz für Kinder“ auf dem Programm.
Auf unterschiedliche Art und Weise setzen sich 2016 Kulturschaffende mit Leibniz auseinander. Im Rahmen der KunstFestSpiele 2016 wird die Akademie der Spiele zu einem Labor für Wissen, Kreativität und Ästhetik weiterentwickelt. Musik für heute e.V. präsentiert die Gewinner des Internationalen Kompositionswettbewerbs „Leibniz´ Harmonien“ bei mehreren Konzerten. Einen musikalisch-literarischen Abend unter dem Titel „..Tun als wenn es wahr wäre…“ veranstalten die Stiftung Niedersachsen und Concerto Foscari e.V. in der Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis.
Feierlicher Ausklang des Leibniz-Jahres ist die Gedenkfeier am 300. Todestag von Gottfried Wilhelm Leibniz in der Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis mit anschließendem Festakt des Landes Niedersachsen und der Landeshauptstadt Hannover in Herrenhausen.
Das Gesamtprogramm und fortlaufende Ergänzungen zum Leibniz-Jahr 2016 in Hannover unter: www.hannover.de/leibniz
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